
Ein Skitourenabend im Brandnertal
Von Sternen über dem Kopf und knirschendem Schnee unter den Füßen
Der Atem malt kleine Wolken in die kalte Nachtluft. Ein kurzes Zögern – die Handschuhe müssen runter, um die Felle an den Skiern zu befestigen. Schnell wieder an, bevor die Finger sich beschweren. Doch das Frösteln ist nur von kurzer Dauer. Kaum setzen wir uns auf der Tschengla in Bewegung, schon schmilzt die Kälte dahin und die Wärme übernimmt.
Drei Wege führen uns abends hinauf in die Bürserberger Bergwelt: die Burtscha-Tour, die Faregg-Tour oder über die Piste. Unsere Wahl fällt auf die Burtscha-Tour, denn die Abfahrt erfolgt ohnehin über die für diesen Abend freigegebene Piste.
Wir sind zu viert unterwegs. In einer Gruppe ist alles gleich doppelt so schön – besonders, wenn im Bergrestaurant Frööd schon ein Tisch auf uns wartet. Diese gemeinsamen Abende in den Bergen sind jedes Mal ein Highlight. Kennst du dieses Gefühl nach dem Sport? Wenn die Glückshormone wie verrückt durch deinen Körper tanzen? Oben angekommen, erschöpft und mit brennenden Waden, fühlt es sich einfach nur himmlisch an, in die warme Stube zu schlendern, eine heiße Suppe und ein dampfendes Getränk vor sich stehen zu haben und dem Geplauder der anderen zu lauschen. Und die Vorfreude auf die nächtliche Abfahrt? Die ist natürlich auch mit von der Partie.
Aber zurück zum Aufstieg! Grundsätzlich unterscheidet sich eine nächtliche Skitour kaum von einer bei Tageslicht – abgesehen von der besonderen Atmosphäre der Nacht. Heute haben wir doppeltes Glück: Über uns funkelt nicht nur ein klarer Sternenhimmel, sondern der fast volle Mond schenkt uns sein Licht. Manchmal schalten wir sogar unsere Stirnlampen aus, nur um einen Moment lang in die winterliche Stille einzutauchen und der Lichtverschmutzung ein Schnippchen zu schlagen. Aber nicht zu lange – schließlich wollen wir für andere Nachtschwärmer gut sichtbar bleiben!
Der Weg hinauf ist abwechslungsreich: mal durch den Wald, mal über die Piste, dann wird es steiler, hier eisig, dort wieder Pulver. Und das Highlight? Die Fackeln, die vor dem Restaurant den Weg weisen und uns direkt zur Eingangstür leiten. Nach der Einkehr geht’s ans Eingemachte: die Abfahrt. Die ist nichts für schwache Nerven! Manche nehmen es gemütlich, andere lassen es krachen. Zugegeben, im Dunkeln hat die Sache ihren eigenen Reiz, vor allem weil die Piste durch die Kälte etwas härter ist als tagsüber. Aber eins steht fest: Dieses Erlebnis möchten wir nicht mehr missen.
Auerhuhn am Loischkopf
Während der damaligen Erweiterung des Bikeparks wurden am Loischkopf Auerhühner entdeckt. Es stellte sich heraus, dass diese Region eine bedeutende „Quell-Population“ dieser vom Aussterben bedrohten Vogelart beherbergt. In einem umfassenden Schutzkonzept wurden zahlreiche Maßnahmen zum Schutz des Auerhuhns festgelegt.
Lies hier mehr über das schützenswerte Tier und unser Schutzkonzept: