Auerhuhn am Loischkopf
Unsere Schutzmaßnahmen
Während der damaligen Erweiterung des Bikeparks wurden am Loischkopf Auerhühner entdeckt. Es stellte sich heraus, dass diese Region eine bedeutende „Quell-Population“ dieser vom Aussterben bedrohten Vogelart beherbergt. Aus diesem Grund ist es unsere Pflicht, das Auerhuhn zu schützen. Nachstehend findest Du wichtige Informationen zu dieser nach EU-Vogelschutzrichtlinie geschützten Vogelart und unsere Schutzmaßnahmen für diese Population.

Das Auerhuhn im Brandnertal
Über einen seltenen Bewohner und wichtigen Indikator für das Ökosystem.
Die am Loischkopf entdeckte Auerhuhn-Population ist eine sogenannte Quell-Population, die für den überlebenswichtigen Genaustausch mit anderen Auerhuhn-Populationen in der Region sorgt. Daher ist diese Ansiedlung der Auerhühner am Loischkopf besonders schützenswert.
Im Winter hält das Auerhuhn seine Winterruhe, bei der es sich wenig bewegt, um Energie zu sparen. Es ernährt sich von Kiefernnadeln und sucht Schutz in Baumkronen oder in Schneehöhlen, die vor Kälte und Wind isolieren. So kommt es mit der knappen Nahrung durch den Winter. Das Auerhuhn ist sehr scheu und reagiert äußerst empfindlich auf Störungen, besonders während der Brutzeit, die normalerweise von April bis etwa Mitte Juni dauert.
In einem umfassenden Schutzkonzept wurden zahlreiche Maßnahmen zum Schutz des Auerhuhns festgelegt. Dieses Konzept, das in Zusammenarbeit mit einer führenden Wildbiologin für Auerwild entwickelt wurde, bildet die Basis für die künftige touristische Nutzung des Loischkopfs.
Die wichtigsten Maßnahmen
Zeitlich begrenzte Wegsperren
Eine zentrale Maßnahme ist die Beruhigung des Loischkopfs während der hochsensiblen Brutzeit. Daher sind folgende Bikestrecken von April bis 15. Juni eines jeden Jahres gesperrt:
- ST04 TSCHARLIE TSCHÄPLIN
- ST05 TSCHONNY NOXWIL
Auch die Forststraßen auf den Loischkopf und der Loischkopfrundweg sind von April bis Mitte Juni (teilweise bis Ende Juni) zum Wandern und Mountainbiken gesperrt.
Weitere Wege, die vom 01. April bis 30. Juni eines jeden Jahres gesperrt sind:
- Blaika Weg
- Faregg Weg
- Frescha Weg
- Loischstraße
Für Deine Tourenplanung hilft Dir das Tourismusbüro gerne weiter.
Einrichtung einer Wildruhezone
Ausgewiesene Wildruhezonen bieten wichtige Rückzugsmöglichkeiten für das Auerhuhn. In dieser ganzjährigen Wildruhezone gilt ein Wegegebot. Die ausgeschilderten Straßen, Wanderwege und gekennzeichneten Skiabfahrten sowie Loipen dürfen genutzt, jedoch nicht verlassen, werden. (Details siehe Karte)
Nur zu den Betriebszeiten
Auch Wildtiere brauchen ihre Ruhe. Besonders in der Dämmerung sind sie auf Nahrungssuche und sollten dabei nicht gestört werden. Daher dürfen alle Wege nur während der Betriebszeiten der Bergbahn befahren werden. Außerhalb dieser Zeiten sind die Strecken des Bikeparks ausnahmslos gesperrt.
Auch Wanderinnen und Wanderer bitten wir, auf Morgen- und Abendwanderungen in diesem Gebiet zu verzichten, um die Tiere nicht zu stören.
Lärm vermeiden
Um das Auerhuhn zu schützen, sollten wir Lärm in den Bergen so gut wie möglich vermeiden. Bitte verzichte darauf, während dem Mountainbiken oder Wandern laute Musik zu hören. Wildtiere reagieren sehr empfindlich auf Lärm. Versuchen wir gemeinsam, die Störungen so gering wie möglich zu halten.
Skitouren-Lenkungskonzept
Gezielte Lenkung von Skitourengeher:innen durch Aufstiegs- und Abfahrtsrouten entlang bestehender Skitourenrouten verringern unnötige Störungen. Abendskitouren sollen auf die Skitourenabende reduziert werden, um die Ruhezonen nachhaltig zu schützen.
Tourenabende in Bürserberg und im Palüd sind nur an ausgewählten Tagen und zu bestimmten Zeiten erlaubt. Außerhalb dieser Termine sind alle Skipisten ab 17:00 Uhr zum Schutz des Auerhuhns und wegen Präparierungsarbeiten ausnahmslos gesperrt.
Weitere Informationen zu den ausgeschilderten Skitouren sowie Tourenabenden im Brandnertal findest Du hier: