Meine schönsten Wasserplätze

Wasser, das Lebenselixier des Klostertals

Das Klostertal, eine Region in der das Wasser nicht nur die Landschaft formt, sondern auch die Menschen. Es ist das Wasser, das aus den Hängen der Klostertaler Bergwälder sprudelt, sich als Alfenz durch die Landschaft windet, im Mason-Wasserfall zu Tal rauscht und im Winter als Fallbach zu Eis erstarrt. Diese ewige Quelle der Kraft ist es, die den Menschen hier nicht nur Energie, sondern auch Ruhe und Lebensfreude schenkt, sie inspiriert und belebt. 

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Fließstrecke der Alfenz
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Wasserfälle ergießen sich ins Tal
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Kraftwerke im Klostertal
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markiert das Jahr, in dem das Spullerseekraftwerk seine Pforten öffnete

Meine Auszeit am Wasser: Fünf Kraftplätze im Klostertal

  1. Mein Ruhepol – Kneipp- und Relaxgarten Alfenz: Ein kühler Schwall ins Gesicht, eiskaltes Wasser um die Füße, lauwarme Tropfen, die über meine Arme fließen. Das kühle Nass belebt nicht nur den Körper – hier finde ich auch geistige Klarheit. Besonders in der Stille des Morgengrauens bin ich gerne an diesem Ort. Umgeben vom sanften Duft des Kräutergartens, erinnert mich mein Lieblingsplatz an die Einfachheit des Seins. Hier bin ich ganz bei mir. 
  2. Meine Fußspuren im Schnee – Sonnenkopf und Muttjöchle: Kannst Du Dir vorstellen, wie es sich anfühlt, knietief durch frisch gefallenen Tiefschnee zu stapfen, umgeben von einem Meer aus Weiß? Ehrlich gesagt ziemlich anstrengend. Aber auf dem Winterwanderweg oder mit Schneeschuhen ist es wie das Gehen auf Wolken oder Watte – unvergleichlich schön. Der besonderen Lage des Klostertals verdanken wir die schneereichen Winter. Der Sonnenkopf ist ein einzigartiges Fleckchen Erde – hier gibt’s noch echten Naturschnee im Skigebiet, wie es ihn fast nirgends mehr gibt.
  3. Mein Spiegelbild - Spullersee: Worin liegt der Unterschied zwischen einem Spiegelbild in einem herkömmlichen Spiegel und einem im Wasser? Das Wasser des Spullersees bricht mein Spiegelbild, es steht nicht still und ist nicht klar, sondern verzerrt und bewegt den Augenblick. Es hat ein bisschen was von Mystik und Poesie. Im Wasser sehe ich nicht nur mich selbst, sondern auch die Natur und die Berge, die sich darin spiegeln. Manchmal übernachte ich auf der Ravensburger Hütte und spaziere abends zum See herunter – das hat etwas Magisches.
  4. Wassertropfen auf meiner Haut – Klostertaler Klettersteig am Fallbach: Nenzigast, Mason, Mühletobel – die Wasserfälle im Klostertal haben mich schon als Kind fasziniert. Sehnsüchtig schaute ich zum Mason-Wasserfall hinauf und fragte mich, was wohl passieren würde, wenn man sich darunter stellt? Doch am eindrücklichsten lässt sich die Kraft dieser Giganten am Fallbach erfahren. Ein Klettersteig führt am Wasserfall entlang hinauf. Leicht ist dieser keineswegs – aber es macht mich jedes Mal aufs Neue demütig.
  5. Mein Freiluftwohnzimmer – Flussufer der Alfenz: Mit Freundinnen und Freunden am Flussufer grillen, an kühlen Sommertagen darin baden – das ist Lebensfreude. Leben am, mit und durch das Wasser. Wasser ist für mich mehr als Kulisse. Es ist Begegnung, Nahrung, unser kostbarstes Gut. Es nährt, reinigt, erfrischt uns und unsere Ökosysteme. Es ist ein Spiel der Jahreszeiten, ein Zeuge der Zeit. Wasser ist Kraft, Ruhe – wir selbst. 

Doch Wasser kann auch Zerstörung sein. Das Klostertal war geprägt von Hochwasser, Muren, Lawinen. Nach der Eröffnung der Arlbergbahn begann eine Ära intensiver Verbauungstätigkeiten, die bis heute anhält, um das Tal vor den unglaublichen Kräften des Wassers zu schützen.

Wanderungen entlang der Alfenz